Das Gesundheitsverzeichnis für den Altkreis Halle

Masern
Akut:ja
Schutz: Impfung
weltweit verbreitete, durch das Masernvirus hervorgerufene, fieberhafte, ansteckende, v.a. Kinder befallende Infektionskrankheit mit Hautausschlag und Schleimhautentzündung. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Masern hinterlassen eine lebenslange Immunität. Etwa 10 Tage nach der Ansteckung tritt das Vorstadium mit Fieber bis 39°C, Husten, Schnupfen und Bindehautentzündung mit vermehrtem Tränenfluss sowie Lichtscheu, Unwohlsein, Kopf- und Halsschmerzen auf. In der Mundhöhle, v.a. am vorderen Gaumen und am Zäpfchen, treten braunrote, zusammenfließende Flecken auf. Gleichzeitig erscheinen kleine weißliche Flecken mit rotem Hof (Koplik-Flecken) an der Wangenschleimhaut. Nach diesem etwa drei Tage dauernden Vorstadium fällt das Fieber ab. Der typische Masernausschlag (Masernexanthem) tritt erst am 15.Tag nach der Infektion auf. Er beginnt im Gesicht und hinter den Ohren und greift dann auf Oberkörper, Arme, Bauch und Beine über. Gleichzeitig klingen die übrigen Krankheitszeichen ab, und nach 34 Tagen verschwindet der Ausschlag wieder. Etwa 23 Wochen nach Beginn der Erkrankung schuppt sich die Haut ab. Masern führen zu einer Abwehrschwäche; daher können sich an die Masern Nachkrankheiten anschließen. Am häufigsten sind Lungenentzündung und eitrige Mittelohrentzündung. Die Behandlung erfolgt symptomatisch (Bettruhe in abgedunkeltem Zimmer, verstärkte Flüssigkeitsaufnahme) und bei Sekundärinfekten mit Antibiotika. Der Vorbeugung dient die Impfung mit abgeschwächten Erregern (nach dem 12. Lebensmonat), die einen leichteren Krankheitsverlauf bewirkt; vorübergehender Schutz kann durch Immunglobuline erreicht werden.

© 2002 Bibliographisches Institut   F. A.  Brockhaus AG


Asthma
Akut:ja
Schutz: nicht direkt
Asthma ist eine chronische Erkrankung der Lunge. Bis zu 10% der Kinder und rund 5 % aller Erwachsenen in Deutschland leiden unter ihr. Auslöser für Asthma ist eine dauerhafte Reizung des Bronchialsystems durch entzündliche Reaktionen. Gründe hierfür können unter anderem allergieauslösende Stoffe wie Pollen oder Tierhaare, Staub, kalte Luft, körperliche und seelische Belastungen sowie Atemwegsinfektionen sein. Atemnot und Husten sind die Symptome. Im Alltag leiden viele Betroffenen schnell unter Kurzatmigkeit, da die Luftwege bei schwereren Verlaufsformen auch außerhalb eines akuten Asthmaanfalls verengt sin.


Koronare Herzkrankheit (KHK)
Akut:ja
Schutz: gesunde Lebensführung
Koronare Herzerkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet. Bei Menschen die unter ihnen leiden, ist die Durchblutung des Herzmuskels aufgrund von Anlagerungen in den Koronararterien gestört. Folgen sind eine Minderversorgung des Herzens, die zu kurzzeitigen Engegefühl in der Brust bis hin zum Herzinfarkt führen kann. Nur ein Drittel der Befragten im Gesundheits-Surveys 1998 gehörten nicht zur Risikogruppe für diese Krankheit. Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten sind Hypercholesterinanämie (erhöhter Cholesterinspiegel), Übergewicht, Bluthochdruck oder Rauchen.


Rheuma
Akut:ja
Schutz: keine
Unter dem Begriff Rheuma fassen Experten mehr als 100 verschiedene entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates zusammen. Auch die verschleißbedingten Krankheiten wie Arthrose zählen zum sog. "rheumatischen Formenkreis". Menschen jeden Alters sind von diesem oft schweren, schmerzhaften und vielgestaltigen Leiden betroffen: Etwa 1,5 Millionen Deutsche leiden allein an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung. Durchschnittlich dauert es 13 Monate bis Betroffene mit einer rheumatoiden Arthritis zu einem Rheumatologen gelangen und dort Hilfe finden.


EHEC
Akut:ja
Schutz: Hygiene
Magen- und Darmerkrankung.
Inkubationszeit beträgt 3-4 Tage, vereinzeilt aber auch 2 - 10 Tage. Zu den Krankheitssymptomen gehören wässriger oder blutiger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen.Das Ehec-Bakterium kann das Hämolytisch-Urämische-Syndrom (HUS) auslösen. Der Erreger befindet sich im Kot von Nutztieren. Die Infektion kann beim direkten Kontakt mit Tieren aber auch beim Verzehr kontaminierter Lebensmittel - zum Beispiel Rindfleisch oder Rohmilch - übertragen werden. Eine Infektion ist auch über rohes ungewaschenes Gemüse oder von Mensch zu Mensch möglich. Weil als mögliche Komplikation ein Nierenversagen auftreten kann, sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.
Vorsorge:
Hygiene als wichtigstes Mittel betrachten. Händewaschen und diese desinfizieren sollte oberstes Gebot sein, besonders beim Arbeiten mit rohem Gemüse und Fleisch.
Es wird empfohlen, bei der Zubereitung von Gemüse auf gute Küchenhygiene zu achten sowie Bretter und Messer gründlich zu reinigen.
Ansteckungszeit:
Die Ausscheidung der Bakterien erfolgt typischerweise in einem Zeitraum von fünf bis zwanzig Tagen, kann sich insbesondere bei Kindern jedoch auch über mehrere Monate erstrecken. In dieser Zeit ist eine Ansteckung weiterer Personen möglich.


Informationen Haller Medicus